Beste iPad-App für Logic Pro (2026): 7 Optionen im Vergleich

Die beste iPad-App für Logic Pro hängt davon ab, was du steuern willst. Für Transport, Mixer und Logics eigene Instrumente ist Apples kostenloses Logic Remote die naheliegende erste Wahl. Willst du Plugins anderer Hersteller mit Knöpfen und Fadern spielen, ohne etwas zuzuweisen, legt KnobShift die Regler automatisch an (die iPad-App ist noch in der Testphase); wenn du jede Seite lieber selbst gestaltest, sind TouchOSC oder Lemur die Werkzeuge für eigene Layouts.

Stand: Oktober 2026. Alle Preise laut Hersteller bzw. US-App-Store, abgerufen am 27. Oktober 2026.

Wie haben wir ausgewählt?

Ein iPad-Controller für Logic Pro muss mindestens eine von drei Aufgaben gut erledigen: Transport und Mischen, Plugin-Steuerung oder eigene Layouts. Wir haben die Apps nach diesen Aufgaben sortiert, drei praktische Kriterien ergänzt und jede Aussage an Herstellerseiten, App-Store-Einträgen oder Fachpresse geprüft:

  • Transport und Mischen: Wiedergabe, Aufnahme, Fader, Mute/Solo, Automationsmodi.
  • Plugin-Steuerung: an die Parameter von Instrumenten und Effekten kommen, ohne im Plugin-Fenster zu suchen.
  • Eigene Layouts: Seiten mit genau den Reglern bauen, die du brauchst.
  • Einrichtung: Funktioniert es sofort, oder weist du in Logic zuerst jeden Regler zu?
  • Verbindung: WLAN, USB-Kabel oder beides.
  • Preis laut Hersteller.

Welche iPad-App für Logic Pro kann was?

App Am besten für Verbindung zum Mac Plugin-Steuerung Eigene Layouts Preis (Hersteller, Okt. 2026)
Logic Remote Transport, Mixer, Logics eigene Plugins WLAN oder USB-C-/Lightning-Kabel Ja, einheitliche Regler auf Seiten Tasten für Tastaturkurzbefehle Kostenlos
KnobShift AU-Plugins anderer Hersteller, direkt spielen USB oder WLAN (Network MIDI 2.0, ab macOS 26.4) Ja, automatisch in Bereiche sortiert Dashboards pro Plugin iPad-App in der Testphase, Warteliste
TouchOSC Selbst gebaute MIDI-/OSC-Oberflächen WLAN über TouchOSC Bridge, MIDI über USB Über eigene Zuweisungen Ja, voller Editor 19,99 US-Dollar (iOS)
Lemur Per Skript gebaute Controller USB oder WLAN über Lemur Daemon Über eigene Zuweisungen Ja, Editor und Skripte Gratis-Download, Lifetime-Lizenz 99,99 US-Dollar
Open Stage Control Kostenlose Layouts im Browser Netzwerk (Webbrowser) Über eigene Zuweisungen Ja, Editor Kein Preis angegeben, GPLv3
V-Console (V-Control Pro) DAW-Mischen mit Fadern WLAN oder USB Auf der Produktseite nicht angegeben Auf der Produktseite nicht angegeben Ab 57,49 US-Dollar/Jahr
Logic Pro für iPad Musik direkt auf dem iPad machen Keine Fernbedienung Entfällt Entfällt 12,99 US-Dollar/Monat oder 129 US-Dollar/Jahr

1. Logic Remote: der kostenlose Allrounder für Transport und Mixer

Was es ist: Apples eigene Fernbedienung für Logic Pro, GarageBand und MainStage auf dem Mac. Laut Apples Handbuch steuert sie Wiedergabe und Navigation, Aufnahme, Mischen, Automation sowie die Auswahl von Patches und Plugins.

Für wen: Alle, die in Logic Pro arbeiten und Transport, Mixer und Smart Controls ohne Einrichtung auf dem iPad haben wollen.

Stärken:

  • Mixer mit Lautstärke, Pan, Solo, Mute und Automationsmodus pro Fader, dazu Live Loops, Step Sequencer, Touch Instruments und eigene Tasten für Tastaturkurzbefehle (App Store).
  • Funktioniert mit Logics eigenen Instrumenten und Effekten ebenso wie mit Audio-Unit-Plugins (App Store).
  • Verbindet sich per WLAN oder mit einem USB-C- oder Lightning-Kabel (Apple).

Grenzen: Plugins öffnen sich in einer einheitlichen Ansicht „Controls“ mit Knöpfen, Tasten und Schiebereglern. Plugins mit mehr als 24 Parametern verteilen sich auf mehrere Seiten, zwischen denen du wischst (Apple). Die aktuelle Version setzt iPadOS 26.0 oder neuer voraus.

Plattform: iPad und iPhone; einige Funktionen (voller Mixer, volle Plugin-Steuerung, Smart Controls) nur auf dem iPad. Preis: kostenlos laut App Store (Version 1.5.7, Oktober 2026).

2. KnobShift: Plugins anderer Hersteller direkt spielen

Was es ist: Eine iPad-App plus kostenlose Mac-Bridge. KnobShift liest die Parameter des Plugins, an dem du gerade arbeitest, per MIDI-CI Property Exchange und ordnet sie automatisch in Bereiche wie Oszillatoren, Filter, Hüllkurven, LFOs, Modulation und Effekte. Kein Mapping, keine Vorlagen.

Für wen: Sounddesigner und Produzenten, die in Logic Pro Synthesizer und Effekte anderer Hersteller spielen und jeden Parameter unter dem Finger haben wollen.

Stärken:

  • Die Regler erscheinen von selbst: In Logic lädst du das Instrument oder den Effekt in die KnobShift Bridge (AU-Instrumente → KnobShift → KnobShift Bridge), und das iPad folgt dem Bridge-Fenster im Fokus. Details: KnobShift in Logic Pro einrichten.
  • 32 Bit Auflösung über MIDI 2.0, gegenüber 128 Stufen bei einem 7-Bit-CC in MIDI 1.0. Hintergrund: Was ist MIDI 2.0?
  • Pegel, Makros und Hüllkurven als Fader, dazu Grafiken für Hüllkurven- und Filterkurven.
  • Eigene Dashboards pro Plugin, teilbar als .knobshift-Datei, plus offizielle Dashboards für 24 Plugins.

Grenzen:

  • Logics eigene Plugins (Alchemy, ES2, Retro Synth, ChromaVerb …) sind keine Audio Units und lassen sich nicht steuern. Dafür ist Logic Remote da.
  • Nur macOS, nur Logic Pro und Ableton Live. Die iPad-App ist noch in der Testphase und noch nicht im App Store.
  • WLAN (Network MIDI 2.0) erst ab macOS 26.4, sonst USB.

Plattform: iPadOS 17 oder neuer, Mac-Bridge ab macOS 14. Welche Plugins funktionieren, steht auf der Kompatibilitätsseite. Preis: Die Mac-Bridge ist eine kostenlose Testversion; für die iPad-App gibt es eine Warteliste.

3. TouchOSC: die eigene Oberfläche bauen

Was es ist: Eine modulare Bedienoberfläche von Hexler, die MIDI und OSC sendet. Sie bringt auf jeder Plattform einen Editor und eine Skript-Engine mit (Hexler).

Für wen: Alle, die ihre Seiten Regler für Regler selbst gestalten und auch für andere Apps oder Hardware nutzen wollen.

Stärken:

  • MIDI über Kabel und drahtlos, auch MIDI über USB unter iOS, sowie OSC über UDP und TCP.
  • Die kostenlose TouchOSC Bridge für Mac und Windows leitet MIDI in beide Richtungen zwischen TouchOSC und Programmen am Rechner weiter; sie legt zwei MIDI-Ports namens „TouchOSC Bridge“ an (Hexler-Doku).
  • Läuft unter iOS, Android, Mac, Windows und Linux.

Grenzen: Layout und Zuweisungen in Logic legst du selbst an, zum Beispiel im Smart-Controls-Inspector über External Assignment → Learn (Bezeichnungen laut englischem Apple-Handbuch). Hexlers Produktseite nennt MIDI und OSC und erwähnt MIDI 2.0 nicht.

Plattform: iOS/iPadOS 13.0 oder neuer. Preis: 19,99 US-Dollar im US-App-Store, Oktober 2026 (App Store); Desktop-Lizenzen sind laut Hexler separate Einmalkäufe (Hexler).

4. Lemur: Controller per Skript, zurück bei einem neuen Entwickler

Was es ist: Eine MIDI-/OSC-Controller-App mit Desktop-Editor und Skripten. Die ursprüngliche Liine-Version ist nicht mehr im App Store; MIDI Kinetics hat Lemur neu veröffentlicht, und mit Liine Lemur erstellte Projekte laufen in der neuen Version (MIDI Kinetics). Liine gibt es als Firma nicht mehr (CDM).

Für wen: Bestehende Lemur-Nutzer mit eigenen Vorlagen und alle, die eigene Multitouch-Widgets per Skript bauen wollen.

Stärken:

  • Der kostenlose Lemur Daemon verbindet das iPad per USB oder WLAN mit dem Rechner, mit 8 MIDI-/OSC-Ports.
  • Kostenloser Editor für macOS und Windows, dazu ein Editor in der App auf dem iPad; mit Canvas baust du eigene Widgets per Skript (App Store).

Grenzen: Wie bei TouchOSC legst du Layout und Zuweisungen in Logic selbst an.

Plattform: iOS/iPadOS 13.6 oder neuer. Preis: Gratis-Download; zum Nutzen brauchst du eine Lifetime-Lizenz für 99,99 US-Dollar oder ein Abo für 12,99 US-Dollar im Monat bzw. 99,99 US-Dollar im Jahr (US-App-Store, Oktober 2026).

5. Open Stage Control: kostenlos, im Browser

Was es ist: Ein freier, modularer OSC-/MIDI-Controller. Ein Server auf dem Mac sendet und empfängt OSC und MIDI und liefert einen Web-Client, den du im Browser öffnest, auch unter iOS (AMMD).

Für wen: Alle, die eine kostenlose Open-Source-Alternative suchen und einen Server selbst einrichten wollen.

Stärken: Keine App auf dem iPad nötig, Editor inklusive, Lizenz GNU GPLv3 (Framagit).

Grenzen: Layout und Zuweisungen in Logic liegen bei dir; der Server muss auf dem Rechner laufen.

Plattform: Server überall, wo Electron läuft, Client im Browser (iOS 10.3 oder neuer). Preis: kein Preis angegeben; der Entwickler nimmt Unterstützung über Liberapay an.

6. V-Console (Neyrinck V-Control Pro): Fader für mehrere DAWs

Was es ist: Eine iPad-App, die das iPad zur Multitouch-Bedienoberfläche für Neyrincks V-Control Pro macht. Sie unterstützt Pro Tools, Logic Pro, Cubase, Studio One, Reaper und weitere, mit 16 Kanalzügen für Logic Pro (Neyrinck).

Für wen: Toningenieure, die in mehr als einer DAW mischen und überall dieselbe Fader-Oberfläche wollen.

Stärken: WLAN als Hauptverbindung, USB als Alternative; läuft mit Mac und Windows als Host.

Grenzen: Braucht V-Control Pro auf dem Rechner, mit Lizenz auf einem iLok oder dem Rechner.

Preis: Laut Neyrinck kostet V-Control Pro 3 Standard im Abo 57,49 US-Dollar pro Jahr; eine Dauerlizenz ist mit 224 US-Dollar angegeben (Oktober 2026).

7. Logic Pro für iPad: eine eigene DAW, keine Fernbedienung

Was es ist: Apples vollwertiges Logic Pro für das iPad. Du machst Musik direkt auf dem iPad und kannst Projekte zwischen iPad und Mac austauschen (Apple).

Für wen: Alle, die unterwegs produzieren und am Mac fertigstellen wollen.

Grenzen: Es steuert Logic Pro auf dem Mac nicht; dafür verweist Apple auf derselben Seite auf Logic Remote. Auch die anderen Apps oben kommen infrage.

Plattform: iPadOS 26 und ein iPad mit A12 Bionic oder neuer. Preis: Teil von Apple Creator Studio für 12,99 US-Dollar im Monat oder 129 US-Dollar im Jahr, mit 30 Tagen kostenlosem Test für neue Abonnenten (Apple, Oktober 2026).

Welche App nimmst du für welche Aufgabe?

  • Transport, Mixer, Logics eigene Instrumente: Logic Remote. Kostenlos und ohne Einrichtung.
  • Plugins anderer Hersteller mit Knöpfen und Fadern spielen: KnobShift, weil die Regler für Audio-Unit-Plugins in der Bridge automatisch angelegt werden. Ob dein Plugin dabei ist, zeigt die Kompatibilitätsliste.
  • Eigene Seiten für alles: TouchOSC (plattformübergreifend, MIDI und OSC), Lemur (Skripte, bestehende Vorlagen) oder Open Stage Control (kostenlos, Browser).
  • Dieselbe Fader-Oberfläche in mehreren DAWs: V-Console mit V-Control Pro.
  • Direkt auf dem iPad produzieren: Logic Pro für iPad.

Viele Setups kombinieren zwei: Logic Remote für Transport und Mixer, dazu KnobShift oder ein eigenes Layout für das Plugin, an dem du gerade schraubst. Wie sich MIDI Learn, Layout-Apps und automatische Steuerung im Detail unterscheiden: VST-Plugins mit dem iPad steuern: die 3 Wege im Vergleich.

Wie startest du mit KnobShift in Logic Pro?

  1. Installiere die kostenlose Mac-Bridge von der Download-Seite und trag dich in die Warteliste für die iPad-App ein.
  2. Lade dein Instrument in Logic in die KnobShift Bridge: KnobShift in Logic Pro einrichten.
  3. Verbinde das iPad per WLAN oder per USB und nimm deine Bewegungen als Automation auf.

Häufige Fragen

Welche kostenlose iPad-App ist die beste für Logic Pro?

Logic Remote von Apple. Es ist im App Store kostenlos und steuert Transport, Mixer, Smart Controls, Touch Instruments und Plugin-Parameter in Logic Pro für Mac.

Kann Logic Remote Plugins anderer Hersteller steuern?

Ja. Laut Apple gibt Logic Remote Zugriff auf die Parameter von Logic- und Audio-Unit-Plugins und zeigt sie als Knöpfe, Tasten und Schieberegler; mehr als 24 Parameter verteilen sich auf Seiten, zwischen denen du wischst.

Ist Logic Pro für iPad eine Fernbedienung für Logic Pro auf dem Mac?

Nein. Logic Pro für iPad ist eine eigene DAW, die auf dem iPad läuft. Du kannst Projekte zwischen iPad und Mac austauschen, aber Logic Pro auf dem Mac steuert es nicht.

Funktioniert KnobShift mit Logics eigenen Instrumenten wie Alchemy oder ES2?

Nein. Logics eigene Plugins sind keine Audio Units und lassen sich nicht in die KnobShift Bridge laden. Dafür ist Logic Remote da.

Gibt es Lemur noch?

Ja, in einer neuen Version. Die ursprüngliche Liine-Version ist nicht mehr im App Store; MIDI Kinetics hat Lemur neu veröffentlicht und bietet es im App Store an.